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Walzer auf der Flöte; Roland und Lilian tanzten und Alles ſchaute ihnen zu.
Noch hatten Roland und Lilian kein Wort geſprochen und hatten ſich doch ſo viel zu ſagen, aber ſie tanzten mit einander. Wer weiß, wie lange Knopf noch fortgeſpielt, wenn nicht Doctor Fritz gerufen hätte:
„Nun iſt's genug, Herr Candidat!“ 2
Knopf fuhr zuſammen, das Wort Candidat mitten in dieſem Märchen ſchien ihn zu verletzen; es iſt doch gar ſo grauſam proſaiſch.
Roland und Lilian ſetzten ſich zu den Uebrigen an den Tiſch.
Knopf ermahnte Lilian, ſie ſolle nun auch ihrem Tänzer zu trinken geben, aber Frau Weidmann wehrte ab, die Beiden dürften jetzt noch nicht trinken. Sie ſaßen ſtill und ſchauten einander an und redeten kein Wort.
Erich bat, daß durch ſein Eintreffen keine Störung bewirkt ſein ſolle, aber Weidmann erklärte, daß er ohnedies habe auf⸗ brechen wollen; er habe heut ſchon hundert und hundert Menſchen Antwort geben müſſen. d
Frau Weidmann bedauerte, daß die beſten Zimmer im Hauſe beſetzt ſeien.
„Beruhigen Sie ſich,“ tröſtete Weidmann;„alle Frauen, auch die beſſeren, entſchuldigen ihre Bewirthung, wenn ſie auch noch ſo gut beſtellt iſt.“
Die Geſellſchaft ging mit Roland und Erich nach dem Hofe;
Doctor Fritz führte ſein Töchterchen an der Hand und jetzt er⸗ fuhr man auch, daß er andern Tages wieder nach Amerika zurückreiſe.
Knopf legte ſeinen Arm in den Rolands, Erich ging zwiſchen Weidmann und deſſen Frau; Fürſt Valerian war mit einem Sohne Weidmanns feldeinwärts gegangen, während der zweite Sohn ſich zu Doctor Fritz geſellte.
Weidmann erinnerte Erich an ſeinen Verſuch in der Leitung der Züchtlinge und bemerkte, daß der Trompeter, der beim Tanze das Klappenhorn blies, auch ein ehemaliger Sträfling ſei, ſich aber ſeit Jahren gut benehme.
Frau Weidmann fragte Erich, ob es bereits entſchieden ſei, daß der Baron Prancken die Tochter des reichen Sonnenkamp heirate.
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