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Muſikanten ſtand Knopf, der die Flöte blies; er nickte den Ein⸗ tretenden zu. Roland faßte zitternd die Hand Erichs und deutete auf mehrere wohlgekleidete Menſchen, die um den mit einer rothen Decke bedeckten Tiſch ſaßen.
„Da iſt ſie! Da iſt ſie!“
Ein ſchlank erwachſenes Kind, roſig erblüht, mit langen auf⸗ gelöſten Haaren ſaß neben einem hochgewachſenen Manne. Es war der Neffe Weidmanns, Doctor Fritz aus Amerika.
Knopf gab dem Trompeter neben ihm einen Wink, der Tanz hörte auf und nun kam er herab und reichte Erich und Roland die Hand. Unter ſeiner großen Brille traten ihm Thränen in die Augen, die auf die Gläſer fielen, ſo daß er die Brille abthun und die Ankömmlinge blinzelnd anſchauen mußte.
„Sie kommen zur guten Stunde, zur beſten. Wir feiern das Gaufeſt.“
„Verzeihen Sie mir...“ rief Roland.
„Iſt ſchon lange geſchehen. Du biſt— Sie ſind ja ein ſtatt⸗ licher Jüngling geworden. Kommen Sie.“
Er führte die Beiden nach dem großen Tiſch und ſtellte Erich der Frau Weidmann vor. Noch ein Anderer, der hinter dem Tiſche ſaß, reichte Erich und Roland die Hand; es war Fürſt Valerian, der als Zögling bei Weidmann lebte. Zwei Söhne Weidmanns, Doctor Fritz aus Amerika und ſein Kind wurden ebenfalls vorgeſtellt. Roland und das Mädchen ſchauten einander wie träumend an.
„Vater, das iſt der Waldprinz, den ich geſehen habe,“ ſagte das Mädchen.
Roland ſchaute betroffen um beim Toné dieſer Stimme; wenn die Glocken der Maienblume Stimme gewinnen, gerade ſo müßten ſie tönen. Wie ſchnell erwachſen war aber Lilian ſeitdem!
Nun wurde die Begegnung im Walde erzählt und als der Ruf„Lilian komm!“ erwähnt wurde, ſagte Knopf:„Lilian komm! Lilian komm! Das geht im Dreiviertelstakt.“ Seine Flöte wie einen Zauberſtab ſchwingend, rief er laut:„Es geſchehen noch Wunder! Es geſchehen noch Wunder! Nun aber, folgt mir; redet nichts, kein Wort. Roland kann tanzen, Du kannſt auch tanzen, Lilian. Ich bitte um Ruhe!“ rief er zu den Verſammelten.„Die Beiden hier tanzen jetzt ganz allein.“
Er ſtellte ſich wieder auf die Erhöhung und ſpielte einen


