„Die Locomotive pfeift,“ ſagte Roland,„mir iſt, als wären wir ſchon in der Heimat. Geht es Dir nicht auch ſo? Man meint, man wäre in einer ganz andern Welt, wo man das nicht mehr hört. Wenn nur auch daheim Alles noch gut iſt!“
Erich ſagte, daß ſie den friſchen Muth feſthalten wollen, wenn man auch bei der Heimkehr Manches anders finde.
Biebenzehntes Capitel.
„Die Wirkung folgt nach,“ hatte der Arzt zu Sonnenkamp und deſſen Frau bei der Abreiſe geſagt.„Die Wirkung folgt nach,“ hatte auch der Cabinetsrath angedeutet.
Mit friſcher Spannung und Erwartung kehrte die Familie Sonnenkamp nach dem Rhein zurück.
Man kam auf der Villa an. Alles war im beſten Stande, die Verbindungshalle zwiſchen den Treibhäuſern und den Ställen, ein leichter Bau von Gußeiſen, den Sonnenkamp vor ſeiner Ab⸗ reiſe angeordnet hatte, ſtand vollendet. Nirgends gewahrte man eine Spur, daß etwas Neues hergerichtet worden; der Obergärtner hatte bereits Schlingpflanzen an den eiſernen Säulen emporgezogen. Sonnenkamp ſprach ſeine Zufriedenheit aus.
Eine friſche Stimmung herrſchte in den Gemüthern, man empfand das Gefühl der Heimatlichkeit, das noch von der bewegten Reiſeempfindung gehoben war.
Sonnenkamp fragte, ob während ſeiner Abweſenheit viele Fremde Haus und Garten beſucht hätten, denn er hatte es als Ver⸗ günſtigung für die Dienerſchaft alljährlich zugelaſſen, daß während ſeines Bade⸗Aufenthaltes der untere Stock der Villa, Treibhäuſer, Obſtgarten und Ställe gezeigt werden durften.
Der Caſtellan berichtete, daß noch nie ſo viel Beſuch geweſen, als in dieſem Jahr, und er habe Jedem gezeigt, wo der Fürſt und die Fürſtin geſeſſen hätten.
Sonnenkamp ließ ſich das Fremdenbuch zeigen, das im Billard⸗ zimmer aufgelegt war, denn auch ein ſolches hatte er aus einem großen Saale des Treibhauſes herrichten laſſen. Es war ſtrenge Ordre gegeben, daß nur Namen eingezeichnet werden durften.
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