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Für einen großen Kreis war die Abreiſe des Hofes, wie wenn die Braut ſich vom Hochzeitstanze zurückgezogen; man tanzt wol noch weiter, ja man überbietet ſich in Luſtigkeit, aber der eigentliche Mittelpunkt fehlt.
Menſchenwellen kamen, Menſchenwellen verfloſſen; der belebte Kreis, den Bella gebildet hatte, verlor jeden Tag bald dieſen, bald jenen Theil, und Sonnenkamp hatte oft Gelegenheit, die Blumenhuldigung bei der Abreiſe zu üben, obgleich ihm das eigentlich zuwider war. Auch Bella und Clodwig rüſteten ſich zur Abreiſe.
Die letzten Tage waren für Erich und Roland ein ſchönes Ausklingen, wie eine erquickliche Raſt nach lärmendem Getriebe, ja als Clodwig und Bella abreiſten, nahmen ſie das leicht auf, denn Profeſſor Einſiedel verblieb ihnen.
Sonnenkamp und Frau Ceres aber waren mißgeſtimmt, ſie hatten das Gefühl, ſich überlebt zu haben.
Sonnenkamp erſchien ſich wie ein unverkaufter Blumenſtrauß. Was iſt er am Abend? Man begießt ihn in der Nacht, man rauft am Morgen die welkgewordenen Blumen aus, man bringt ihn wieder zu Markt. Wird er ein beſſeres Schickſal haben? Es muß verſucht werden.
Männer und Frauen, die zu Bella's Zeiten in ſeinen näheren Kreis gehört, grüßten jetzt nur noch fremd und hatten ſich neuen Ankömmlingen angeſchloſſen. Auf manchen Gängen begegnete man auch Profeſſor Crutius, der viel mit anweſenden Amerikanern verkehrte; ſie ſahen Sonnenkamp oft nach. Er grüßte Crutius ſehr freundlich, aber dieſer dankte kaum.
Endlich kam der Morgen der Abreiſe. In drei Wagen fuhr Sonnenkamp mit ſeinem Gefolge davon; es hatten ſich zur Ab⸗ fahrt weniger Befreundete gefunden, als man erwarten durfte. Die Wagen waren indeß mit Blumenguirlanden bekränzt und eine Blumenkrone prangte über dem Verdeck, ja ſelbſt die Speichen der Räder waren mit Laubgewinden umwunden; auch der Poſtillon war bekränzt. Alles das hatte Lutz angeordnet und es hatte den Anſchein, als ob die Freunde es gemacht hätten.
Man frühſtückte noch im Freien, ging aber nicht mehr in die Wohnung, von der Straße ſtieg man in den Wagen.
Unter den Abſchiednehmenden war Profeſſor Einſiedel, er ſtand bei Seite neben Manna und ſagte ihr leiſe:
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