Teil eines Werkes 
2. Bd. (1869)
Entstehung
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Reiſetaſchen geſti

iſt grundmäßige werbe ſind die

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ckt zu werden. Die allgemeine gleiche Wehrpflicht Aufhebung des Adels. Wiſſenſchaft, Kunſt, Ge⸗

Factoren unſerer Zeit und zur Theilnahme an

denſelben iſt das ganze Volt unterſchiedlos gleichmäßig berechtigt und gleichmäßig verpflichtet. Der Adel iſt ein Wiverſpruch mit

der Geſchichte,

in der wir ſtehen; er hatte noch eine Bedeutung,

ſo lange der Grundbeſitz auch der Boden der Staatsmacht war;

das iſt vorbei,

ſeit ſich die langen Schornſteine in die Luft ſtrecken,

ſeit die Macht der beweglichen Habe, das ideelle Beſitzthum denn alle Staatspapiere ſind nur ideelles Beſitzthum die Macht des Grundbeſitzes weit überragt. Jenes flüſſige Beſitzthum hat das Gute, daß die todte Hand es nicht feſthalten kann; auch die fideicommiſſariſche Erb⸗Hand iſt eine todte Hand. Ich bin durch⸗ aus nicht dagegen, daß der heutige hohe Adel ſeinen Namen zu Actien⸗Unternehmungen hergibt; das ſind beſſere Dinge als Titel und Orden, und es läßt ſich da nicht nur gewinnen, ſondern auch wirken. Ich danke es dem edlen Jacob Grimm, daß er in

ſeiner Rede auf

Schiller den Widerſinn ausſprach, daß man Goethe

und Schiller adeln zu können glaubte. Heutigen Tages iſt der Adel nur noch ein Name, eine Decoration, weiter nichts. Man geht ja ſogar ſchon ſo weit, daß man Juden adelt.

Sie werden doch nicht, warf der Banquier ein,die Gleich⸗ berechtigung der Confeſſionen da aufheben, wo dieſe Gleichberech⸗ tigung an das mit Wappen verzierte Thor des Adels anklopft?

Gleichberechtigung! rief Clodwig.Lieber Freund vom

alten Stamme, iſt es nicht eine tolle Verkehrtheit, die Gleichberech⸗ tigung zur Aufhebung der Gleichberechtigung zu benutzen? Wenn man überhaupt adlig werden kann und es nicht geworden ſein muß, ſo können auch die Juden adlig werden; aber ſie ſollen es nicht wollen, ſie ſollen den Verrath und die Abtrünnigkeit er⸗ tennen. Soweit ich ſehe, ſind die Juden ich kümmere mich

nichts um die

Religion eine ſtändige, lebendige Mahnung,

den Menſchen nicht danach zu beurtheilen, was er glaubt, ſon⸗ dern danach, was er in Tugend und Bildung leiſtet. Die Juden ſind, je nachdem man es nimmt, ein Volk von Adligen denn wer hat einen älteren, reineren Stammbaum? oder auch ſie ſind gewiſſermaßen ſtolz darauf, daß ihre Vorfahren einmal Stlaven waren. Ich verdanke einem alten Rabbinen, den ich

einmal im Bade traf, einen großen Gedanken. Er erklärte mir,