Teil eines Werkes 
2. Bd. (1869)
Entstehung
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es in der That ſeiner nicht würdig halte, ſich adeln zu laſſen, oder noch ein gewiſſer Ahnenſtolz in ihr ihn auf höfliche Weiſe ab⸗ wendig machen wolle. Trotz fein geſtellter Fallen konnte er nicht erkunden, was Bella dachte und wollte; ſie merkte die Schlinge und entſchlüpfte immer gewandt. Sie ſpielte mit ihm, bald ließ ſie ihn glauben, ſie halte ihn für zu hoch, um ſich irgendwem gleich zu ſtellen, bald ließ ſie ihn verſtehen, er ſolle aus dieſem Kreiſe wegbleiben, in welchem er doch nie heimiſch werde. Wenn Sonnen⸗ kamp über dieſes ſchillernde Spiel empört war, wußte ſie ihn wieder mit einem Blick, mit einem Wort zu bezaubern.

Der Fürſt, der General, Clodwig und Bella reiſten in den nächſten Tagen ab; konnte Sonnenkamp nun den Fürſten nicht gewinnen, ſo wollte er ſich doch die ganze vornehme Welt verbinden. Er bereitete ein Feſt im ſogenannten Hans⸗Heilingthal vor.

Fünfzehntes Capitel.

Der Tag des Feſtes war gekommen. Roland ritt mit Prancken voraus, Sonnenkamp fuhr mit dem Banquier, Erich mit Clodwig. Der Tag war ſonnig, aber nicht zu heiß. Eine bunte Geſellſchaft ſtieg auf der Höhe aus den Wagen und wandelte den Waldweg hinab nach dem Thal.

Erich verſuchte es, von der Adelserhebung Sonnenkamps zu ſprechen, aber ſofort fiel Clodwig ein und verwehrte ihm mit einer gewiſſen väterlichen Strenge, ſich zu dieſer Sache in Beziehung zu bringen. Zum erſten Mal war etwas in dem Blicke Clodwigs, das Erich nicht verſtand. Schweigend gingen ſie des Weges.

Als ſie im Thale ankamen, nahm Sonnenkamp Erich bei Seite und fragte haſtig, wie das Gutachten Clodwigs laute. Erich erwiverte, daß Clodwig jede Beſprechung der Sache ablehne.

Ich danke Ihnen danke Ihnen ſehr, ſtieß Sonnenkamp hervor ohne erſichtlichen Gtund.

Am Ufer des Waldbaches im Hans⸗Heilingthal hatte Joſeph die Tafel geordnet, Sonnenkamp hatte nur noch einige Kleinig⸗ keiten hinzuzufügen. Die Geſellſchaft, die ſich zuſammengefunden, war auserleſen und von der Anordnung überraſcht. Der lange