Teil eines Werkes 
2. Bd. (1869)
Entstehung
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heimkam, ſah er, daß ſein Reffe den Schreibtiſch erbrochen und ihm ſein ganzes Beſitzthum geſtohlen hatte. Er erfuhr, daß er nach Amerika entflohen ſei. Ohne je ein Wort davon zu ver⸗ rathen, fing er nun von Neuem an zu ſparen und zu kargen, und opferte er ſein Leben einem Andern.

Der Profeſſor konnte nicht ahnen, wie dieſe einfache Geſchichte Manna ergriff.

Er ſprach auch viel von der Mutter Erichs; er ſetzte voraus, daß Manna in inniger Freundſchaft mit ihr ſtehe, und konnte nicht genug Worte finden, den Edelſinn dieſer Frau zu ſchildern.

Manna lächelte, da er ſagte, er habe ehedem eine geringe Anſicht von den Fähigkeiten des weiblichen Geſchlechts, vor Allem aber das Vorurtheil gehabt, daß es keine Humanität beſäße. Die Profeſſorin Dournay indeß habe ihn bekehrt und ihm gezeigt, daß alle guten Manneseigenſchaſten in einer Frau noch ſchöner ſeien. Auch Manna hatte Erfreuliches zu berichten; im Ausſprechen gegen den Profeſſor fand ſie das Beſte in den Menſchen heraus.

Sonnenkamp ſah indeß mit Aerger die Curzeit vorüberſtreichen, ohne daß er zu einer Entſcheidung in ſeiner nächſten Angelegen⸗ heit gelangte. Der General, der auf Villa Eden ſein Gaſt ge⸗ weſen, war angekommen, um mit dem Fürſten nach Beendigung der Brunnencur ins Seebad zu reiſen. Der General war Ordens⸗ kanzler. Sonnenkamp forſchte nach dem Stande ſeiner Angelegen⸗ heit. Der General war ſehr zurückhaltend und ließ ſich nur zu der Aeußerung herbei, daß nicht er, ſondern Graf Wolfsgarten von Entſcheidung wäre.

Sonnenkamp hatte bisher immer eine Scheu gehabt, mit Bella über ſeine Adelserhebung zu ſprechen, er hatte das Gefühl, daß er bei ihr dadurch in eine falſche Stellung trete; jetzt überwand er das und ſprach mit ihr über die nothwendige Mitwirkung Clodwigs. Sie lachte ihn zuerſt aus, daß er etwas Derartiges wolle, daß er nach einem Adelsbrief ſtrebe, der ja bald für einige tauſend Gulden auf dem Trödel zu haben wäre; am hieſigen Hofe ſei es allerdings noch etwas ſchwieriger, aber wer frage danach, wo man geadelt worden, wenn man es nur ſei. Uebrigens fand ſie es auch nicht angemeſſen von Sonnenkamp, daß er ſeine Aus⸗ nahmsſtellung aufgebe und ſich in eine Genoſſenſchaft einreihen laſſe, und ſei es auch die Adelsgenoſſenſchaft.

Es gelang Sonnenkamp nicht, das Räthſel zu löſen, ob Bella