Teil eines Werkes 
2. Bd. (1869)
Entstehung
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belobt wurde, daß man einen kenntnißreichen, allerdings etwas ercentriſchen Mann wie Herrn Dournay, zum Erzieher genommen. Als Roland auf die an ihn geſtellte Frage ſagte, daß er Officier werden wolle, ermahnte der Cabinetsrath, daß er möglichſt bald in die Cadettenſchule eintrete.

Leiſe ſagte Prancken zur Cabinetsräthin, er billige durchaus die Maßnahme des Herrn Sonnenkamp, Roland erſt als Adeligen eintreten zu laſſen; denn es würde ſich überaus ſeltſam machen, wenn der Jüngling in der Cadettenſchule ein Adeliger würde; er habe dann viel Neckereien der Kameraden zu ertragen.

Der Cabinetsrath ſprach vom Aufbau der Ruine und von der Gartenkunſt Sonnenkamps und wie höchſten Orts ſchon mehr⸗ fach in rühmlicher Weiſe davon die Rede geweſen.

Sonnenkamp bat um die Erlaubniß, zuweilen etwas von ſeinen Producten an die fürſtliche Tafel ſchicken zu dürfen, beſonders ſchöne Bananen, die gerade jetzt ſehr gut gediehen wären; Prancken hob die Geſchicklichkeit hervor, wie Herr Sonnenkamp neun Monate des Jahres friſche Trauben auf die Tafel bringen könne.

Der Cabinetsrath erwiderte, daß dieſe Freundlichkeit ſicherlich willkommen ſei; er ſelbſt aber könne darin nichts beſtimmen, der Hofmarſchall, der ja ein Vetter des Herrn von Prancken wäre, werde das Anerbieten des Herrn Sonnenkamp gewiß annehmen.

Prancken nahm Herrn Sonnenkamp mit zum Hofmarſchall. Roland ritt mit dem Cadetten aus. Frau Ceres blieb bei der Cabinetsräthin und dieſe that ſehr betroffen, da Frau Ceres in ſie drang, das Korallenband, das ſie trug und das die Cabinets⸗ räthin ſehr bewundert hatte, von ihr anzunehmen.

Die Cabinetsräthin mußte willfahren, aber ſie bat Frau Ceres, dies als Zeichen geheimer und inniger Freundſchaft gelten zu laſſen, von dem Niemand etwas erfahre. Sie betheuerte wieder⸗ holt, daß ſie ohne Eigennutz für ihre Freunde wirke; ſie war überzeugt, daß Frau Ceres mit im Plane war, ſie durch Geſchenke zu gewinnen.

Frau Ceres ſah ſie verwundert an, ſie kam ſich wieder ent⸗ ſetzlich einfältig vor; dieſe Frau ſprach von Dingen, die ſie gar nicht begriff.

Als die Cabinetsräthin eine Ausfahrt nach einem Vergnügungs⸗ orte vorſchlug, ſtimmte Prancken nachdrücklich bei; denn es war von Bedeutung, daß Frau Ceres mit der Cabinetsräthin, Sonnenkamp