Teil eines Werkes 
3. Bd. (1866)
Entstehung
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was zögerſt du? Du biſt frei du bringſt den Frieden und gewinnſt den Frieden!

So ſtritten die Gewalten in ihr und um ſie her, und ſie wehrte mit den Händen ab.

Die Angſt gewann die Uebermacht, und wie ein Hülfeſchrei aus der Tiefe rang ſich von den Lippen der Königin der Ruf los:

Irma! Irma! und Irma! Irma! tönte es wieder und wieder von den Bergen. Die weite Welt ringsum rief den Namen Irma.

Drin in der Kammer hatte Irma gelegen, Gunther ſaß vor ihr. Sie athmete ſchwer. Sie wendete kaum den Kopf und öffnete nur manchmal leicht die Augen.

Gunther hatte die Außzeichnungen Eberhards mit hinaufgenommen, und er fand eine Stunde, in der er der Tochter die Worte des Vaters:Für den Tag und die Stunde, da ſich mein Denken verdunkeln will,

ſei mir dies zur Erleuchtung vorleſen konnte. Als er die Worte las:im Verlorenen und

ſcheinbar Verſunkenen iſt doch noch Gott hatte ſich Irma aufgerichtet; ſie lehnte ſich aber wieder zurück nd winkte, daß er weiter leſe. Er las: Zund bricht mein Auge ich habe das Ewige geſehen mein Blick iſt ewig. Frei über alle Ver⸗ zerrung und Selbſtverwüſtung hinüber rauſcht wieder der ewige Geiſt. 7 Gunther ſchwieg und legte die Blätter auf das Bett Irmas. Sie hielt die Hand darauf. Nach geraumer Weile erhob ſie die Hand, deutete auf die Stirn und ſagte, die Augen ſchließend: