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und den Prinzen geſehen habe. Oft von Weinen unterbrochen, berichtete ſie dann, wie Irma die ſter⸗ bende Mutter gepflegt, und wie die Mutter, die Alles gewußt, Irma noch in der letzten Stunde ge⸗
ſegnet habe.
Die Königin hielt das Tuch vor die Augen und reichte Walpurga ſtill die Hand.
Je mehr Walpurga erzählte, um ſo reiner und verklärter erſchien Irma. Die Königin wendete ſich zu Paula und ſagte:
„Das iſt ein Leben im Tod— dazu gehört un⸗ faßbare Heldenkraft.“
„Es giebt auch in unſeren Tagen noch Heilige,“ erwiderte Paula.„Alles, was vordem je ſchön, groß und echt war in der Welt, iſt gewiß noch in der Welt, wenn auch zerſtreut, verhüllt.“
Mitten aus allem gegenwärtigen tiefwühlenden Schmerz leuchtete ein heller Strahl im Auge der Königin auf. Sie ſah auf Paula: Gunther iſt nicht mehr bei Dir, aber in Zukunft wird ſein Beſtes bei Dir ſein in ſeinem Kinde.
Noch einmal mußte Walpurga von jenem Morgen am See erzählen, dann ſchilderte ſie auch die ſchönen Arbeiten Irmas, aber ſie merkte bald, daß die Königin nicht mehr zuhörte und ſchwieg.
Still fuhr man dahin.
Der Fahrweg war zu Ende, man verließ den Wagen und ſtieg zu Pferde.—
Bald darauf, nachdem die Königin abgefahren war, kam der König mit Bronnen von der Jagd in


