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„Nein!“ erwiderte die Königin, ihr Ton war
ſcharf, es ſchien, als ob dieſe Formfrage eine ſtrenge Gedankenreihe verletzt und durchſchnitten.„Ich bitte,“ ſetzte ſie hinzu,„mich auf meine Verantwortlichkeit handeln zu laſſen.“
„Majeſtät, es giebt keinen Fahrweg nach der Alm,“ ſetzte Gräfin Brinkenſtein milder hinzu.
„Aber einen Reitweg bis zum letzten Stück, faſt ganz bis an die Hütte,“ erwiderte Walpurga,„und da iſt ja der Mann von der Staſi, der iſt ja Förſter, der weiß alle Wege; ich will ihn rufen.“
Sie eilte in die Amtswohnung des Inſpectors und brachte ihn mit heraus.
Der Inſpector beſtätigte, daß man eine gute Strecke fahren könne, und von da aus könne man reiten.
Die Rigin befahl, daß er ſogleich mit den Reit⸗ pferden vorauseile; ſie zog ſich in ihre Gemächer zurück und bald darauf fuhr ſie mit Paula, Sixtus und Walpurga den Bergen zu; auf dem Hinterſitz ſaßen zwei Lakaien.
Die Braut des Mannes, der Irma geliebt, und die Gattin des Mannes, deſſen Liebe Irma erwidert hatte, ſaßen neben einander, um an ihr Sterbebett zu eilen.
Erſt im Fahren gewann man wieder freien Athem.
Walpurga erzählte. Von dem gleichmäßigen Leben Irmas war wenig zu berichten, um ſo mehr verweilte Walpurga bei der Mittheilung des Ohms, wie Irma mit demſelben, verhüllt nach der Reſidenz gewandert und bei der Sommerburg noch einmal die Königin


