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ihr verborgen, und Gunther ſei bei ihr oben auf der Alm.
Auch die beiden Damen ſtanden erſtarrt, aber Walpurga wendete ſich wieder zur Königin und rief:
„Um Gottes willen, verſäumen Sie keine Minute mehr! Kommen Sie mit mir, zu ihr! Frau Königin, da drin wohnt die Staſi, die hat damals das Gebet für die Königin auf mich gewendet. Frau Königin, wenn Sie ſelber nicht vergeben, wie ſoll man noch für Sie beten? Frau Königin, denken Sie, wie es Ihnen damals in der heiligen Nacht im Herzen geweſen! Frau Königin, ſtehen Sie auf, werfen Sie Alles hinter ſich, und behalten Sie ihr gutes Herz allein. Frau Königin
„So laß Ihre Majeſtät in Ruhe!“ fiel Gräfin Brinkenſtein ein.
Aber Walpurga fuhr fort:
„Frau Königin, wenn Sie ſterben, haben Sie keine Hofdamen bei ſich und nichts— Laſſen Sie einmal im Leben jetzt eine Stunde Alles dahinter und kommen Sie mit mir allein und fragen Sie nach weiter gar nichts! Ehe die Nacht hereinbricht iſt ſie todt! Sie können an dem Tag eine Gutthat thun, die in alle Ewigkeit bleibt.“
„Ich will zu ihr— ich muß!“ ſagte die Königin aufſtehend, und ging der Meierei zu; ihr Schritt war raſch und ihre Wangen glühten.
„Majeſtät,“ warf die Oberhofmeiſterin ein,„der gnädigſte Herr ſind ausgeritten und kommen zur Tafel am Waſſerfall. Wollen Eure Majeſtät nicht abwarten?“


