Teil eines Werkes 
3. Bd. (1866)
Entstehung
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Ihnen in Ihrer Sterbeſtunde gut thun, Frau Königin, Sie müſſen auch ſterben Frau Königin, ich bitte um aller Barmherzigkeit willen, hören Sie mich an, allein, nur eine Minute! Schicken Sie die Andern fort. Wir haben keine Zeit!

Die Königin winkte der Gräfin Brinkenſtein und Paula, daß ſie ſich zurück zögen. Sie ſtand allein mit Walpurga, und dieſe ſagte es gab ihr einen Herzſtoß dabei:

Irma lebt.

Was ſagſt Du?

Vielleicht iſt ſie in dieſem Augenblick ſchon todt, ſie liegt im Sterben.

Ich verſtehe Dich nicht biſt Du wahnſinnig?

Nein, Frau Königin. Setzen Sie ſich... hier auf die Bank... Sie zittern ja am ganzen Leib. Ich hab's

ungeſchickt gemacht, aber ich hab' nicht anders gekonnt, aber was liegt jetzt an mir? Meinetwegen machen Sie mit mir, was Sie wollen Irma lebt. Vielleicht nur noch dieſen Tag, vielleicht den nicht mehr aus. Frau Königin, Sie müſſen mit mir, Sie müſſen zu ihr. Es iſt das Einzige, was ſie noch auf der Welt haben kann... Ein Wort... Eine Hand... Gräfin Brinkenſtein und Paula kamen herbei, da ſie ſahen, wie die Königin ſich leichenblaß zurücklegte. Als die Königin das Rauſchen der Gewänder hörte, richtete ſie ſich auf: Walpurga, ſag' noch einmal, was Du geſagt! Walpurga wiederholte, daß Irma noch lebe, und fügte hinzu, ſie ſei jetzt im vierten Jahr bei Auerbach, Auf der Höhe. II. 33