Teil eines Werkes 
3. Bd. (1866)
Entstehung
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Geſicht um, es war glühend roth, in ſeinen Wimpern hing noch eine Thräne, aber ſein Antlitz lächelte.

Grüß Gott, ſagte er das war das Wort, das man ihm für den Landaufenthalt eingeübt hatte.

Grüß Gott kann er ſagen... o, er kann ja reden! O lieber Gott, er kann reden! Jetzt ſag' einmal Wal⸗ purga, Kind! Kannſt Du Walpurga ſagen?

Walpurga! wiederholte der Knabe.

Die Königin kam herbei, in ihrem Geleit die Gräfin Brinkenſtein und Paula.

Walpurga wollte auf ſie zueilen, aber die Königin wehrte ab und befahl Frau von Gerloff, den Prinzen hinwegzuführen. Der Prinz wurde aus dem Garten geführt; aber er ſchaute doch noch einmal um nach Walpurga, und ſie nickte ihm zu und vergaß ganz, daß die Königin vor ihr ſtand, bis dieſe ſagte:

Du haſt Dich hier hereingedrängt und mußt doch wiſſen, daß wir Dich nicht mehr ſehen wollen und Du weißt auch warum.

Ich will mich jetzt nicht vertheidigen, ich will was Anderes, drängte Walpurga.

Was willſt Du? fragte die Königin.

In haſtigen Worten, oft abſetzend, ſchwer athmend, ſagte Walpurga:

Frau Königin, man kann ſchlecht angeſehen werden, man kann gar nicht geſehen ſein in der Welt und doch brav ſein. Sie und ich, wir ſind jetzt geſund und können das ein andermal ausmachen. Frau Königin, ich hab' zwei Worte zu ſagen, ganz allein. Frau

Königin, um aller Barmherzigkeit willen es wird