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die Meierei zurück. Sie waren voll friſch geſtärkter Kraft, und der König fragte, ob ſeine Gemahlin ſich ſchon nach dem Waſſerfall begeben, denn ſie hatte den Wunſch ausgeſprochen, dort zu zeichnen.
Gräfin Brinkenſtein war in einer Verlegenheit, die ihr, zum Erſtenmal im Leben, alle Faſſung rauben wollte. Sie hatte gewiß auch alles gebührliche tiefe Mitleid mit Irma, aber— ſie hatte verborgen gelebt, ſie hätte nun auch verborgen ſterben ſollen. Wozu dieſe nochmaligen Aufregungen? Sie ſchüttelte den Kopf über dieſe excentriſchen capriciöſen Menſchen, die nicht einmal gebührendermaßen todt ſind, wenn man ſie ſchon lang betrauert und vergeſſen hat.
Sie berichtete nun mit ſtockender Stimme dem Könige, wohin die Königin gefahren und was vor⸗, ging; ſie wagte kaum zu betonen, daß die Königin auf ihre eigene Verantwortung und gegen alle Hof⸗ ordnung ſich allein mit Paula und Hofrath Sixtus nach den Bergen begeben.
Der König ſtand ſtill, ſchaute zur Erde und ſprach lange kein Wort. Der Boden vor ſeinem Auge zitterte, Alles ſchwankte wie in einem Erdbeben und die Schrecken der Verwüſtung fuhren durch ſeine Seele.
Was er jahrelang im Innerſten gelitten und ge⸗ büßt, ſtand wieder auf. Er hatte gearbeitet, ge⸗ rungen und entſagt und Niemand dankte ihm, am wenigſten ſein eigen Herz, denn er war ein Schuld⸗ beladener, der Gutes thun will und in tiefer Demuth erkennen muß, daß ihm das doch noch geſtattet iſt. Er preßte zitternd die geballte Fauſt auf die Stirn,


