Teil eines Werkes 
3. Bd. (1866)
Entstehung
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ſie merkte erſt jetzt, wie er ihr ſo treulich und demüthig geholfen hatte. Mit friſcher Stimme ſagte ſie:

Ja ich kann! Du haſt mir geholfen, daß ich's ſpüre, ich kann gehen.

Hanſei ließ das Eſſen hereinbringen und ſetzte ſich geruhig nieder, nachdem er Bergſtock, Waidſack und Hut neben ſich zurecht gelegt. Auch Walpurga mußte ſich an den Tiſch ſetzen, ſie nur wenig, Hanſei aber hatte die Tugend, zu jeder Zeit gehörig eſſen zu können; er lud tapfer auf und ſeine Mienen ſagten: wenn man ſein gehörig Eſſen im Leib hat, dann kann man ſchon feſter Alles auf ſich nehmen, mag kommen, was will.

Er ſchnitt ſich noch zu guter letzt ein tüchtig Stück Brod ab, ſteckte es ein und ſtand auf.

Die Kinder wurden der Obermagd übergeben und noch einer Taglöhnerin befohlen, auch im Hauſe zu bleiben. Die beiden Eheleute gingen davon.

Als man ſchon eine große Strecke gegangen war, kam Burgei den Eltern nachgelaufen und ſchrie:Ich will auch mit! Ich will auch mit zur Baſe Irmgard!

Es war nicht anders zu machen, man mußte das Kind mitnehmen, denn die große Strecke wollte man es nicht allein zurückgehen laſſen, und keines von den Eltern wollte es zurückführen.

Du biſt ein böſes Kind, ein arg böſes, jetzt muß ich Dich tragen und Du biſt ſchon ſo groß, ſagte Walpurga und nahm das Kind auf den Arm. Hanſei nickte. Es iſt gut, wenn das Kind dabei iſt, da wird ſeine Frau, die über Alles hinaus iſt, doch nicht gar ſo ſturm ſein können, wenn das Aergſte eintritt.