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467 ich ſie gern; ſie kann auch gar ſchön Zither ſpielen, und wenn ſie wieder geſund iſt, die kann man alle Künſte lernen laſſen, der iſt gar nichts verborgen. Aber ich hoffe, ſie bleibt bei uns, ſie iſt verſcheucht und geht nicht gern unter Menſchen.“
Es war, als ob er die Gedanken Gunthers geahnt, denn dieſer hatte ſich eben in die Vorſtellung verſenkt, wie er Irma noch vor dem Hof verborgen halten wolle, um ſie dann zu ſich ins Haus zu nehmen; er ſah ſie im Geiſt ſchon neben ſeiner Frau und Cor⸗ nelia ſitzen, und er hatte für Paula wieder eine Tochter gewonnen.
Im Walde war es dunkel und nur die Sterne glitzerten darüber.
„Jetzt iſt Mitternacht vorüber,“ ſagte das Pech⸗ männlein, als man wieder auf der Höhe eines Vor⸗ berges anlangte,„da drüben geht der Mond auf.“
Gunther ſchaute zurück und ſah den Halbmond ſich erheben, er ſah aus wie ein Trümmer im weiten Aiher.
„Da ſind ſchon von unſern Kühen,“ ſagte das Pechmännlein, und ſeine Stimme wurde heller,„das iſt die Amſel, die hat die bimbelige Schelle und ver⸗ lauft ſich immer am weiteſten, aber es iſt keine halbe Stunde mehr, bis wir daheim ſind.“
Wortlos ging es des Weges weiter, und endlich war man bei der Alm angekommen. Ein Lichtſchimmer drang durch den Ausſchnitt im geſchloſſenen Laden am Kammerfenſter.
Gunther ſtieg ab.
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