Teil eines Werkes 
3. Bd. (1866)
Entstehung
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466 Stirn getragen und nie abgelegt habe, bis ſie auf die Alm gekommen ſei. Das Pechmännlein ſchilderte das ganze Leben der Irmgard ſo herzergreifend, daß Gun⸗ ther anhielt, dem Alten die Hand reichte und ſagte:

Du biſt ein guter Mann.

Ohm Peter ließ ſich das gefallen, behauptete aber, ſo gut wie die Irmgard gäbe es Niemand auf der weiten Welt.

Ueber den Weg rannten überall ſchnelle Wäſſerlein, und das Pechmännlein erzählte von dem Gewitter geſtern Abends, wie das ſo grauſig ſei, wenn die Luft plötzlich zu Steinen wird und auf Einen loshämmert, und wie er dem Blinden geholfen und was der ihm verſprochen. Oft nahm er das Maulthier am Zügel, führte es eine ſteile Vertiefung hinab, durch einen Bach und dann wieder aufwärts.

Sie müſſen auch ſchon Vieles erlebt haben, Herr Doctor, ſagte das Pechmännlein; er hätte ſich auch gern von dem Manne unterhalten laſſen auf dem langen Weg, und er könnte, auf dem Maulthier ſitzend, beſſer ſprechen, als er, der nebenher geht; er ſpürte es auf der Bruſt, daß ihm das Sprechen bergauf nicht gut iſt. Als hätte Gunther das errathen, ſtieg er ab, da man jetzt auf einer Hochebene anlangte, und hieß das Pechmännlein aufſitzen. Ohm Peter machte viel Umſtände, gab aber zuletzt nach und ſtieg auf; als es aber jetzt wieder bergan ging, ſtieg er ſchnell ab und Gunther mußte wieder reiten.

Wenn unſere Irmgard jetzt von uns fort will, ſagte das Pechmännlein,dem Herrn Doctor übergeb'

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