Teil eines Werkes 
3. Bd. (1866)
Entstehung
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nur einmal ſchaute er zurück nach den hell erleuchteten Fenſtern der Meierei und dachte der Menſchen, die dort ſorglos und nichts ahnend ſitzen. Wie wird erſt ſie das erſchrecken, was ihn ſo mächtig faßte! Auf dem Weg bis zu ſeinem Haus ſprach er nur oberfläch⸗ lich mit dem Pechmännlein; er wollte nichts Näheres fragen, denn er konnte nicht wiſſen, ob nicht eine Antwort des Boten etwas ausſpreche, das, von einem Lauſcher gehört, das Geheimniß vorzeitig verrathe, und er arbeitete noch in ſich ſelbſt daran, wie das Alles zu ordnen und zu ſchlichten ſei.

Erſt in der Nähe ſeines Hauſes fragte Gunther:

Was fehlt der Kranken? Worüber klagt ſie?

Sie klagt über nichts, ſie hat nur ein hitziges Fieber und hüſtelt ſchon lang.

Iſt ſie bei vollem Verſtand?

Wie immer, ganz ordentlich, im Schlaf ruft ſie nur manchmal Victoria! ſagt die Gundel; das iſt meine Tochter

Gut, warte hier, ſagte Gunther am Hauſe,ich werde Dir etwas zu eſſen und zu trinken herabſchicken; ſprich aber zu Niemand davon, wer Dich hergeſchickt.

Cornelia ſaß, ihrem blinden Vetter vorleſend, bei der einſamen Lampe. Der Blinde hatte nur von dem Schrecken des Hagelwetters erzählt; was er im Herzen erlebt, verſchwieg er. Er hatte faſt den ganzen Tag ge⸗ ſchlafen, jetzt war er wieder erfriſcht. Cornelia erſchrak, als ſie den Vater ſah, aber er beruhigte ſie. Schnell war ſeine Handapotheke, erfriſchende und ſtärkende Nahrungs⸗ mittel in wohlverſchloſſenen Kapſeln bereit, Alles wurde

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