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ſchauen wollte, obgleich es eine äußerſt ſeltene Er⸗ ſcheinung.
Die Nacht war hereingebrochen, der König ſaß mit Gunther und zwei Kammerherren am Spieltiſch.
Da wurde Gunther durch einen Lakaien benachrich⸗ tigt, daß ein Mann draußen warte, der ihn augen⸗ blicklich ſprechen wolle. Gunther übergab ſeine Karten dem allzeit gefälligen Intendanten und ging hinaus; hier ſtand, auf ſeinen großen Alpſtock gelehnt, den breiten, viel zerdrückten Hut in der Hand, den Teppich übergeworfen, das Pechmännlein. Er hielt die linke Hand in der Taſche, und als Gunther vor ihm ſtand, ſagte er:
„Hier iſt ein Zettel für Sie.“
Gunther las, rieb ſich die Augen und fuhr ſich mit der Hand über das Geſicht, als ob er ſich erſt wecken müſſe.
„Wer hat Dich geſchickt?“ fragte er.
„Es wird da drin ſtehen— Unſre Irmgard.“
Gunther ſchaute ſich erſchreckt um, als er den Namen hier nennen hörte, hier vor der Thür, und drin ſitzt der König, die Königin..
Er ging nochmals an die im Corridor brennende Lampe und las den Zettel wiederholt, da ſtand's:
„Die Tochter Eberhards ruft Gunther.“
Der Mann, der ſich ſeiner ſtets ruhigen Faſſung wohl rühmen durfte, mußte ſich am Treppengeländer halten und konnte geraume Zeit kein Wort hervor⸗ bringen. Er ſchaute um, der Blick des Pechmännleins begegnete ihm.
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