Teil eines Werkes 
3. Bd. (1866)
Entstehung
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Gunther erwiderte, daß jetzt, da Bronnen und der Neffe zu Beſuch ſeien und überhaupt viel im Hauſe zu wirthſchaften, Cornelie ſich gern dieſen Verpflichtungen unterziehe. Immer aufs Neue vernahm es die Königin wie eine Kunde aus fremder Welt, daß die Zurichtung des täglichen Lebensbedarfs eine beſondere Thätigkeit in Anſpruch nimmt und ſich nicht von ſelbſt erledigt.

Im Gemüthe der Menſchen war auch etwas Ver⸗ regnetes. Die Gewitterſpannung, die ſich hoch oben gelöſt hatte, ſchwebte hier noch theilweiſe in der Luft. Beim Landaufenthalt und zumal hier in der kleinen Meierei, wo viele Bequemlichkeiten fehlten und man ſich in den Räumen nicht ausbreiten und zerſtreuen konnte, war die Störung des Wetters beſonders auf⸗ fällig und hindernd.

Um ſo mehr freute man ſich ſchon des morgenden Tages, der allen Anzeichen nach ein heller werde.

Es war verabredet, daß man morgen Mittag mit dem König, der von der Jagd dahin kommen wollte, in der Nähe des zweiten Waſſerfalls, den der Bach in den Bergen bildete, zur Mittagstafel zuſammentreffen wollte.

Der König arbeitete mit Bronnen im Cabinet, der neue Telegraph trug jetzt viele Botſchaften hin und her; Gunther, der Intendant, Sixtus und mehrere Cavaliere wanderten, Cigarren rauchend, zwiſchen den noch tropfenden Bäumen der Allee, auf denen jetzt das Abendroth tauſendfältig glitzerte.

Die Damen im Muſikſaal behaupteten, daß man heute Alpenglühen ſehe, was man natürlich täglich