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Irma ſeufzte tief auf. Sie erklärte dann, daß ſie mit ihren Rettern gehen wolle, aber nur unter der Be⸗ dingung, daß Niemand außer ihnen Beiden wüßte, wer ſie wäre; ſie wolle verborgen und unbekannt leben, und wenn ſie entdeckt würde, gäbe ſie ſich den Tod.
„Das thu' nicht mehr,“ fiel die Alte ſtreng ein. „Sag' das nicht mehr! Damit darf man nicht ſpielen. Das iſt keine Drohung. Aber da haſt Du meine Hand, über meine Lippen kommt kein Wort.“
„Und über die meinigen auch nicht,“ rief Walpurga, und legte ihre Hand zu der ihrer Mutter in Irmas Hand.
„Sag' mir noch eins,“ fragte die Mutter.„Warum gehſt Du nicht in ein Kloſter? Man darf ja jetzt wieder.“
„Ich will frei büßen.“
„Ich verſtehe Dich, Du haſt Recht.“
Weiter wurde kein Wort geſprochen. Die Mutter hielt ihre Hand auf die Stirn Irmgs um die ſie nun ein weißes Tuch band.
„In acht Tagen iſt das aus
mehr davon,“ tröſtete ſi
und man ſieht
Das weiße Tuch bleibt, ſo lang ich noch leben muß,“ entgegnete Irma. Sie verlangte nun andere Kleider, bevor ſie ſich vor Hanſei zeige.
Walpurga eilte zurück ins Wirthshaus an der An⸗ lände. Hier traf ſie Hanſei ſehr unwillig; er wetterte arg, jeder Zwiſchenfall war ihm ſchwer, es lag genug auf ihm, er war ſchärfer angeſpannt als die Roſſe am Wagen; er war in jener erregten Reiſe— und Umzugs⸗ ſtimmung, wo auch das innere Leben verſcheucht und
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