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Mit ſchrillem Schrei ſtürzt Irma am Felſen nieder, ſie hat ihre eigene That vor ſich geſehen, alle Glieder ſind ihr gelähmt, ſie liegt da wie im tiefen Waſſer⸗ grunde, ſie fühlt ſich und kann doch nicht empor, es ruft aus ihr, aber kein Schrei dringt durch die Luft.
Da— wie ſie ſo liegt, hört ſie ſingen:
Wir Beide ſein verbunden Und feſt geknüpfet ein, Glückſelig ſein die Stunden;
Wann wir beiſammen ſein.
Irma ſpringt auf. Was iſt das?
Sie ſpringt hinab vom Felſen, als ſtürzte ſie eine fremde Gewalt. Sie wiſcht ſich die Thränen aus den Augen, es rinnt ihr über das Antlitz, Blut— Hat ſie blutige Thränen geweint?
Dort kommt ein großer Kahn näher und näher.. es iſt die Stimme der Walpurga, die ruft, ſie kommt, ſie erkennt die Freundin, Irma entflieht.— Walpurga ſpringt ans Land, kommt ihr nach, ſie flieht weiter, Walpurga erreicht, umfaßt ſie und ſie ſinkt an ihr nieder.
Dreizehntes Capitel.
Walpurga kniete bei der Ohnmächtigen, der Blut aus einer Stirnwunde quoll. Schnell knüpfte Wal⸗ purga ihr Halstuch los, band es um die blutende Stirn, raufte naſſes Gras aus und ſchüttelte den Thau in das Antlitz. Verzweifelnd rief ſie:
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