Teil eines Werkes 
3. Bd. (1866)
Entstehung
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15 hat der Bruno gelacht der Teufel hat aus ihm ge⸗ lacht, das Lachen vergeſſ' ich auch nie und Dein Vater hat wieder geſagt: So ſprich doch! Und da hat er geſagt: Papa, machen Sie ſich nicht lächerlich! Da hat Dein Vater ein Geſicht bekommen, wie wenn er auf einmal um dreißig Jahre älter wär', und er iſt nur ſo gewankt und hat ſich auf einen Stuhl nieder⸗ geſetzt. Was ſagſt du? hat er gefragt. Wiederhole es noch einmal! Sprich! Und der Bruno hat das Wort noch einmal geſagt und hat ſich dabei den Schnurrbart gedreht. Dein Vater hat ihm gut zugeredet und hat ihm geſagt, wie er mich in Allem unterrichten will, daß ich gut ſoll leſen und ſchreiben können, und Alles ſo gut, wie eine Gräfin, und daß Bruno das nicht auf ſich laden ſoll, er würde die Laſt ſein Leben lang nicht los werden. Und da hat Bruno geſagt: Ich ver⸗ laſſe das Zimmer, wenn Sie nicht das Mädchen fort⸗ ſchicken. Geh', Eſther, geh' aus dem Zimmer und komm' erſt wieder, wenn ich Dich rufe! Er hat Deinem Vater etwas auf Wälſch geſagt, und Dein Vater iſt blaß geworden und iſt auf mich zugegangen und hat mir die Hand gegeben und hat geſagt: Eſther, geh'! Weiter hat er kein Wort geſagt, aber er hat's gut ge⸗ ſagt, ganz herzlich. Und da bin ich fort. Das war das letztemal, wo ich den Bruno geſehen hab', und ich hab' nachmals gehört, es ſoll grauſig hergegangen ſein zwiſchen Deinem Vater und ihm. Ich hab' mich aber nicht mehr ſehen laſſen, ich hab' nicht wollen die Ur⸗ ſache ſein von der Feindſchaft zwiſchen Vater und Sohn, und ich hab' eingeſehen, daß es doch nicht gegangen wär',