Teil eines Werkes 
3. Bd. (1866)
Entstehung
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wie von einem Schuß getroffen zuſammen. Sie richtete ſich raſch wieder auf und hörte mit angehaltenem Athem, wie Thomas draußen fortfuhr:

Seitdem bin ich wie verhert; es kommt mir nichts mehr in Schuß, und ich bin ſo einfältig! Da iſt mir heute in der Dämmerung etwas paſſirt der Teufel ſoll's holen, daß man an Geiſter glaubt. Mutter! mir iſt ein Pferd begegnet, ein wunderſchönes, und Niemand d'rauf. Wenn's ein wirkliches Pferd geweſen, für das man Geld kriegt? Bin doch ein Narr, daß ich mich ſo hab' erſchrecken laſſen, wie es dahinrennt mit fliegender Mähne, und die Hufeiſen haben aufgeſchlagen. Bis ich mich aber beſonnen hab' daß es ein wirkliches Pferd iſt und alle Geiſtergeſchichten nur dummes Zeug heidi! fort iſt's!

Nein, Thomas! Nimm Dich in Acht! Es iſt was dran mit den Geiſtern. Komm', ſtell Dich her, halt' die Hand über's Feuer und ſchwör' mir, daß Du Dich ruhig halten willſt, dann ſage ich Dir was.

Was werdet Ihr wiſſen?

Mehr als in Deinen Stierkopf hineingeht. Ich ſag' Dir, es giebt Geiſter, drin auf dem Bett liegt die Seejungfrau.

Mutter, Ihr ſeid närriſch geworden.

Gieb Acht! Sie hat mir befohlen, daß ich ihr eine Suppe kochen ſoll.

So? Die Seejungfrauen freſſen auch Supp'? Ich fürcht' kein Geſchöpf, das Gekochtes frißt. Ich möcht' einmal die Seejungfrau ſchauen!

Die Alte wollte ihn halten. Er drang in die Stube