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ewiges Morden, Verzehren des Einen durch den An⸗ dern. Die Menſchen verderben und morden einander, nur verzehren ſie einander nicht— das allein unter⸗ ſcheidet ſie von den Thieren. Und noch Eins— ja, noch Eins! Das iſt's! Der Menſch allein kann ſich ſelbſt morden. Irma ſchwindelte bei dem Gedanken. Sie hielt ſich an einem Baum, dann ſchritt ſie weiter.
Nur keine Weichlichkeit! Feſt und entſchloſſen muß das Unabänderliche vollbracht werden. Weiter ging's durch den dichten Wald. Heiß glühten ihre Wangen, der Schweiß troff von ihrer Stirn, aber innerlich war's ihr, als ob ſie friere.
Da rauſchte es durch das Dickicht vor ihr, es war ein Hirſch, den ſie aus ſeinem Lager aufgeſcheucht. Das Thier fürchtete ſich vor ihr und ſie fürchtete ſich vor dem Thier, ſie glaubte ſchon ſein Geweih zu ſpüren, wie es ſie aufſpießt; ſie flog mit behendem Sprunge den Bergrand hinab; fern noch knackte es im Gebüſch, dann war Alles ſtill. Hoch in den Wipfeln ſauſt es; es rauſchen Waſſer, bald nah', bald fern, und jetzt hört ſie das Brauſen eines Waldbachs, der von Felſen niederſtürzt; ſie ſieht den mondbeglänzten Schaum, ſie weiß nicht mehr, wo ſie iſt, ſie weiß nicht, geht ſie nach dem See oder rückwärts. Wenn ſie ſich im Walde verirrt, wenn ſie hier niederſinken muß und gefunden und zurückgebracht wird in das Leben, in das Elend?.. Sie rafft alle Kraft zuſammen und ſchreitet weiter. Die Nacht wehte ſie kühl an, aber von ihren Wangen fielen heiße Tropfen; ſie griff ſich an die Stirn— da iſt ein heißer Quell, als ob es aus der getroffenen
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