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konnte; er kann ſich eher gehen laſſen und iſt von Niemand genirt, und ſeine Philoſophie befiehlt: nur keine unnöthige Trauer! Das hilft zu nichts und man verdirbt ſich nur damit die Tage.
Er war unterwegs ſehr zufrieden mit ſich. Das Gut Wildenort behält er des Namens wegen für ſich; es iſt nur klein und man könnte ohne eine Stellung im Staat nicht ſtandesgemäß davon leben. Er will Irma, wenn ſie ſich, was hoffentlich bald geſchieht, verheirathet, den ganzen Schätzungswerth des Stammgutes als Mitgift geben.
Bruno reiſte nach der Reſidenz, und ſein erſter Ausgang, nachdem er ſeine Familie beſucht, war in den Jokeyclub, der jetzt in Permanenz verſammelt war. Mit einem mäßigen Reuegelde wollte er ſeine Pferde vom Wettrennen zurückziehen, das in den näch⸗ ſten Tagen ſtattfinden ſollte; er iſt in Trauer, mam wird Rückſicht darauf nehmen.— Auf dem Wege be⸗ gegnete ihm der Leibarzt, Bruno kehrte um. Der Leibarzt ging nach dem Schloſſe.
Noch nie hatte man den Mann, der als der Uner⸗ ſchütterliche bei Hofe galt, ſo bewegt geſehen, als da er die Nachricht vom Tode des alten Grafen Wildenort brachte.
Er erzählte der Königin von den Erweckungen aus beſten Tagen, die ſich Eberhard in der letzten Stunde wieder wach gerufen, aber er konnte doch nicht unter⸗ laſſen, hinzuzufügen, daß der dahingegangene Freund den Hochpunkt nicht erreicht, nach dem er ſo redlich geſtrebt; denn er hatte noch in der letzten Stunde nach äußeren Handhaben getaſtet und mußte ſich das Errungene neu einprägen. Die Königin ſah verwundert


