Teil eines Werkes 
2. Bd. (1866)
Entstehung
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die Me⸗ Hunderte Rordneter,

chreitet an

ein eigenes wächſt die iches Mal, hr ſchauen nlaſſen.

nfolgſt du

in dir..

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So ſprach es eintönig und immer wieder aufs neue in der Seele Irmas.

Sie lag im dunklen Gemach, kein Sonnenſtrahl durfte eindringen, kein Licht durfte gebracht werden; ſie war allein mit ſich und der Nacht. Ihre Gedanken riefen ſie wie Stimmen, zur Rechten, zur Linken, von oben, von unten, überall und oft war's ihr, als ſchwebte die Hand des Vaters mit ausgeſtrecktem Fin⸗ ger glühend durch die Dunkelheit.

Sie hörte draußen die Stimme Brunos, die Stimme des Leibarztes; Bruno wollte ſie mancherlei fragen, Gunther wollte nach der Stadt zurückkehren. Irma antwortete, daß ſie Niemand ſehen könne; ſie trug Gunther tauſend Grüße auf für Alle, die ſie liebten.

Gunther gab dem Hausarzt und der Kammerjungfer den Auftrag, ſorgfältig über Irma zu wachen; er ſchickte einen Boten an Emmy in das Kloſter.

Irma blieb in Dunkelheit und Einſamkeit.

Der Verſucher trat zu ihr und ſprach:

Was härmſt du dein junges Leben ab? Die ganze Welt liegt vor dir mit ihrem Glanz und ihrer Schönheit. Wo iſt eine Spur auf deiner Stirn? Die Hand iſt ſtarr und ver⸗ modert. Raff' dich auf! Die Welt iſt dein! Warum ver⸗ ſchmachten? Warum kaſteien? Jedes lebt für ſich, Jedes lebt ſich aus. Dein Vater hat ſein Leben vollbracht, voll⸗ bringe du das deine! Was iſt Sünde? Der Tod hat kein Recht an das Leben, das Leben allein hat Recht...

Hin und her zerrte es an ihr und plötzlich ſah ſie in der Dunkelheit jenes Geſicht aus dem Evangelium, da Satan und der Engel ſich ſtreiten um die Leiche Moſis.