332
Irma eilte zu ihm. Er ſah ſie ſtarr an, dann winkte er, daß ſie ein Fenſter öffne.
Der Tag war ſonnenhell, ein Luftſtrom voll Wal— desduft und Waſſerkühle drang ins Zimmer; Eberhard nickte. Man vernahm Peitſchenknallen. In die Mienen des Kranken trat eine frohe Spannung, er wußte, daß man jetzt die erſten Garben heimbringe von dem Sumpf⸗ grunde, den er trocken gelegt.
Man hörte Schritte im Vorzimmer. Gunther kam in Begleitung des Oberknechts“
„Tritt nur ein,“ ſagte er unter der Thüre,„es wird Deinen Herrn freuen.“ Mit ſchwerem Schritt trat der Oberknecht an das Bett des Kranken und ſagte, in der Rechten eine Handvoll Aehren haltend, mit der Linken auf der Bruſt klopfend als müßte er die Worte heraus hämmern:
„Hier, Herr, bringe ich Ihnen die erſten Aehren
von unſerm neuen Ackergrund und wünſche, daß Sie
noch viele Jahre in Geſundheit Brod davon eſſen.“ Eberhard ergriff die Aehren und drückte mit der andern Hand die des Knechtes, der nun davon ging und drunten in der Scheune ſich auf eine Garbe ſetzte und weinte. „Soll ich bei Dir bleiben oder Dein Kind allein?“ fragte Gunther. Eberhard ließ die Aehren los, ſie lagen auf ſeiner Bett⸗ decke. Er faßte nach Irmas Hand. Gunther ging hinaus. Jetzt ließ Eberhard auch die Hand der Tochter los, deutete auf ihr Herz und dann auf die Aehren. Sie ſchüttelte den Kopf und ſagte:
„Vatet, ich Schmerz 300 ind er legte di dß er nicht ſpre wolle: auch al wenn wir ihn Herzen, mein K mil verſteht er, wa Eberhard n etras wie Zor Er biß auf wolle ſich auft er an die Kiſſ Sein Antli ſtende Farbe, Ima ſoh am Bett niede Hind. Er zo Eie ſchaut er die Hond nit ausgeſtre die Stirn, ei es, 6 ſtcht i Fim, in ihr und ſtürſt zu Gunther Rma veg, uf, ſihlt n drüct den 5


