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331 Muſik. Viele Wagen, mit grünen Zweigen bekränzt, fuhren die Straße dahin.
„Was iſt das? Iſt das eine Hochzeit?“ fragte er den Bauer, der ihm Beſcheid um den Weg gegeben hatte.
„Ich weiß nicht, ich glaube, es ſind die Leute aus der Stadt, die können in der Ernte ſpazieren fahren; es ſind vielleicht die von der Abgeordnetenwahl.“
Bruno ſtieg wieder auf. Der Bauer ſah ihn ſelt⸗ ſam an, da er um den nächſten Weg nach Wildenort fragte; er bezeichnete ihm einen Reitweg, der ſich nicht fehlen ließ. Aber Bruno wollte heute lieber auf der Landſtraße bleiben, er hatte keine Freude mehr am Wald, er ritt die Straße entlang; er kam an einer großen Wagenreihe vorbei, der eine Muſikbande mit ſchwarz⸗roth⸗goldener Fahne voraufzog. Er ritt raſch vorbei, abſeits. Er wollte keine Muſik hören.
Sechstes Capitel.
Schon bevor der Leibarzt angekommen, hatte man dem Kranken zur Ader gelaſſen; Gunther, der eine kleine Apotheke mitgebracht, hatte raſch einige Mittel bereitet, die Eberhard Beruhigung gaben. Er ſchlief jetzt. Große Schweißtropfen perlten auf ſeiner Stirne. Gunther ging ab und zu. Irma ſaß verborgen, ſie ſah den Vater und konnte von ihm nicht geſehen wer— den. Jetzt athmete er lang auf, er war erwacht und ſchaute um ſich.


