Teil eines Werkes 
2. Bd. (1866)
Entstehung
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Erſt als er an der Felſenecke ankam, wo die ſchwarze Eſther ihn vorhin angerufen und ſo geheim⸗ nißvoll verſchwunden war ſie hat ihn gewarnt, ſie hat ſeiner Liebe nicht vergeſſen und er will fortan für ſie ſorgen erſt dort wagte er, wieder aufzuathmen. Er gab dem Pferde die Sporen und jagte dahin, er wußte nicht mehr wohin, und erſt als er bebautes Feld vor ſich ſah, darauf Landleute arbeiteten, ſtieg er ab und ſetzte ſich auf den Boden.

Im erſten Gefühl der Rettung ſtieg ein guter Vor⸗ ſatz in ihm auf. Er wollte zurückkehren, ſich reuevoll vor dem Vater niederwerfen und ſeine letzte Vergebung erbitten; er wollte ihm ſagen, daß er nun für die ſchwarze Eſther, die die erſte Urſache des Zerfalls zwiſchen ihnen beiden geweſen, ſorgen wolle. Aber er fühlte ſich ſo matt, daß er ſich nicht erheben konnte, und in ihm ſprach's: Du kannſt nicht! Zwei ſolche Erſchütterungen an Einem Tag kannſt Du nicht er⸗ tragen, und gewiß nicht heute, erſt morgen, vielleicht ſpäter, wird das Unvermeidliche eintreten.

Wie zerſchlagen in allen Gliedern richtete er ſich endlich auf und fragte die Leute auf dem Feld, wo er denn ſei, er erfuhr, daß er weit ab vom Weg.

Wenn jetzt der Jockey ihm nachreitet und ihn nicht findet?

Bruno fühlte ſich in ſeinem Gewiſſen beruhigt, er hat das ja nicht gewollt ein böſes Schickſal, eine unbegreifliche Verkettung aller Schrecken hatte ihn vom Wege abgeleitet.

Niemand hier kannte ihn. Da hörte er plötzlich

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