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Legitimiſt war die beſondere Zierde dieſes Hofes und es wurde ausſchließlich franzöſiſch geſprochen.
Die förmliche Verlobung wurde bald durch den Notar feſtgeſetzt, den Bruno aus der Reſidenz mit⸗ gebracht; er hatte ſeine gemeſſenen Inſtructionen und die alte Baronin hatte einen ſchweren Stand. Es waren da ſo verteufelt feſtgenietete Paragraphen über Todes⸗ fall und Trennung. Bruno hatte ſich geſichert. Die Baronin ſprach ſchäkernd über Liebe und wie ſie ſolchen Enthuſiasmus in der Gegenwart gar nicht mehr ver⸗ muthet hätte; Bruno ſtimmte ein, und Beide wußten doch, daß Alles ſich nur ums Geld handle.
Arabella war eine wohlerzogene Dame, und dabei von jener Bildung, die ſich von Lehrern kaufen läßt. Arabella ſang, zeichnete, ſprach drei fremde Sprachen, die ſie auf Geheiß der Mutter paradiren laſſen mußte — aber in Allem merkte man das Angelernte. Auch geleſen hatte Arabella Mancherlei, wenn man indeß von dieſem und jenem Buche ſprach, wollte ſie es nicht kennen, denn da und dort kamen Verhältniſſe vor, die auf ſie, auf ihre Mutter Anwendung haben konnten.
Irma war überaus freundlich gegen ihre Schwä⸗ gerin, und Bruno dankte ihr mit aufrichtiger Herzlich⸗ keit. Dennoch war's Irma innerlich bang. In dieſem Hauſe herrſchte ein eigener Zauberbann, es iſt wie im Märchenlande, die Menſchen gehen herum und lachen und ſcherzen, ſingen und ſpielen, aber ein einziges Wort dürfen ſie nicht nennen; wird das genannt, ſo verſinkt das Schloß mit all' ſeinen prunkenden Herr⸗ lichkeiten, und das Wort heißt:„Vater.“
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