Teil eines Werkes 
2. Bd. (1866)
Entstehung
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er, es ſei ihm heute wunderlich ergangen; er habe hinaus in den Wald gewollt zum Holzaufladen, und da ſei er verirrt und bis gegen Windenreuthe ge⸗ kommen er ſagte das abſichtlich, er wollte vorbeu⸗ gen, wenn ihn vielleicht doch Jemand da oben geſehen. Man ſprach vom Glauben an Geſpenſter, der Gems⸗ wirth ſpottete über die Ammenmärchen. Hanſei that keine Einrede. Sehr klug ſetzte der Gemswirth hinzu: Du biſt jetzt eben oftmals nicht bei Dir, weil Du Deine Walpurga nicht bei Dir haſt; da denkſt Du eben viel an ſie und ſiehſt den Weg nicht.

Ja, kann ſchon ſein. Es iſt ſo.

Weißt Du, wie ſie Dich jetzt heißen im Dorf?

Wie denn?

Den Ammerich. Weil Deine Frau die Amme des d Ver⸗ Kronprinzen iſt, biſt Du der Ammerich. Hanſei lachte aus vollem Halſe.

Jetzt ſag' was kriegt Deine Frau Lohn? fragte

der Spinner⸗Waſtl. Das ſag' ich nicht, erwiderte Hanſei und that ſehr geheimnißvoll.

Haſt ſchon lang keinen Brief von Deiner Frau?

fragte der Gemswirth. .Nein, ich erwarte jede Stunde einen. Noch hatte er das nicht ausgeſprochen, als der Briefbote eintrat und ſagte:So? da biſt, Hanſei? Ich bin heut' Mittag zweimal in Deinem Haus geweſen, ich hab einen Gold⸗ brief an Dich.

Gieb her, ſagte Hanſei und erbrach mit zittern⸗ den Händen die fünf Siegel.

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