auf und trug es ans Haus. Als ſie nach der Giebel⸗ ſeite kam, war Hanſei da, ſchichtete das Holz auf und pfiff luſtig dabei. Die Großmutter trug immer mehr Holz zu, und Hanſei ſchichtete es auf und Beide ſprachen kein Wort mit einander. So kam der Mittag heran, Hanſei lohnte den Holzhacker ab und ſagte:
„Das andere mach' ich ſelber klein, brauchſt morgen nicht wieder zu kommen.“
Er iſt ein braver Menſch, dachte die Großmutter in ſich hinein; er kann mit Worten nicht nachgeben, aber nachher thut er doch was man ihm ſagt, er findet das Rechte bald wieder.
Nach dem Eſſen brachte ſie ihm das Kind und ſagte:
„Da ſchau einmal, greif nur, es will ſchon ein Zahn durch, das iſt früh; aber ſo iſt's bei Deiner Frau auch geweſen. Schau, wie es ſeine Händchen ſchon in den Mund ſteckt. Gottlob, daß unſer Kind ſo gedeiht! Seitdem Du Heu fütterſt und es von der neuen Kuh trinkt, wird das Kind zuſehends voller. Wenn unſere Walpurga das Kind nur auch eine Stunde ſehen könnte! Nimm das Kind, ich will Dir's gut auf den Arm geben. Schau, es lacht Dich an, es kennt Dich! Ach lieber Gott, ſeine Mutter kennt es noch nicht.“
„Ich kann das Kind nicht auf den Arm nehmen, ich fürcht, ich thu' ihm was,“ erwiderte Hanſei.
„Wenn Du Dich verderben läſſeſt, dann thuſt Du dem Kind was—“ wollte die Großmutter ſagen, aber ſie hielt es zurück. Man muß, wenn ein Menſch wieder auf dem rechten Weg iſt, nicht in ihn hinein⸗ predigen, man muß ihn ruhig allein gehen laſſen, ſonſt


