„Ich ſoll Dir einen ſchönen Gruß ausrichten, und Deine Flinte iſt oben beim Schmied, ſie iſt gut im Stand, Du ſollſt ſie holen.“
„Alſo ein Jägdler willſt Du jetzt auch werden?“ fragte die Großmutter,„Du willſt auf die Jagd gehen?“
„Wenn Ihr mich nicht traget, muß ich wol gehen,“ erwiderte Hanſei und lachte laut über ſeinen Witz.
Die Großmutter ging hinaus und ſchlug die Thür zu, daß es ſchallte. Zenza ſprang ſchnell wie eine Katze auf Hanſei zu und ſagte:
„In der Dämmerung iſt ſie oben und wartet auf Dich.“ Laut rief ſie dann:„Behüt' Dich Gott, Hanſei!“ und verließ das Haus.
Die Großmutter ging hinaus zu dem Holzhacker und ſagte, er ſolle ja nicht glauben, daß man ſo ver⸗ dorbene Menſchen wie die Zenza ins Haus ließe, aber ſie ſei aufdringlich und komme, ſo oft man ſie auch
fortwieſe, immer wieder, weil ſie ſich dankbar erzeigen
wolle, daß die Walpurga den Thomas bei dem König freigebeten habe; es ſei freilich ein dummer Streich ge⸗ weſen, der rothe Thomas ſei am beſten hinter Schloß und Riegel, aber die Walpurga habe es eben doch gut gemeint.
Der Holzhacker war zufrieden. Er wußte, daß das ein Ehrenhaus war, und ganz zufällig ſagte er:
„Wundert mich, daß die Zenza ihre ſchwarze Eſther nicht bei ſich hat; ſie gehen ſonſt gern mit einander, ſo lang es Tag iſt.“
In den alten Augen der Großmutter flimmerte es, als ſie dies hörte; ſie bückte ſich aber ſchnell, lud Holz
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