Teil eines Werkes 
1. Bd. (1866)
Entstehung
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und ſingender Vögel, die ſich ihr auf Hände, Schultern und Kopf ſetzen. Schade, daß man nicht ihr wonniges Lächeln ſehen kann...

Der König hatte recht geſehen. Irma ſaß beim Vater und ſchaute träumend hinaus ins Weite. Was ſollte aus ihr werden? Wenn nur der Vater befehlen möchte: Du mußt hier bleiben. Aber immer ſich ſelbſt entſchließen! Wenn ein Gatte ihr befehlen möchte! Aber Baron Schöning würde ihr Unterthan ſein, und ſie hätte die doppelte Schwere des Lebens. Da meldete die Schaffnerin einen reitenden Boten, der ſo eben angekommen.

Der Courier trat ein, übergab den Brief, und ſagte, er werde auf Antwort warten. Irma las und lachte laut auf, ſie legte den Brief auf den Schoß, nahm ihn wieder auf, las und lachte abermals. Der Vater ſah ſie betroffen an.

Was iſt? Was haſt Du?

Da lies!

Der Vater las, ſeine Mienen veränderten ſich nicht.

Was willſt Du nun thun? fragte er.

Ich meine, ich muß ſolchen Bitten gehorchen, ja ich muß. Aber kann ich, ohne daß Du mir Vorwürfe machſt, heimkehren?

Wenn Du keinen Vorwurf in Dir mitbringſt, immer.

Irma klingelte und befahl der Schaffnerin, ihrem Kammermädchen mitzutheilen, daß ſie Alles zur Abreiſe herrichten ſolle; man möge den Courier gut bewirthen

und ihm ſagen, daß man noch am Abend ein Stück Weges zurücklege.