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Veranlaſſung gegeben ſein, Eurer Majeſtät hohem Sinn die Vermuthung anzudichten, daß dieſe Berufung, weil ſo öffentlich und laut, eigentlich eine geheime und ſtille.“
Der König ſah die Oberhofmeiſterin betroffen an; aber er that als ob er nicht merke, daß die Oberhof⸗ meiſterin die Maske durchſchaue.
„Ich wiederhole Ihnen, gnädige Frau, Sie hätten auch ins Bad reiſen ſollen, Sie ſehen alle Dinge ſo ſchwer, ſo gewichtig an; aber wenn man, wie ich, eben aus dem Bade kommt, iſt Alles ſo leicht und frei beſchwingt.“
„Majeſtät, es iſt nur meines Amtes, die feſten Normen für das hohe Leben Eurer Majeſtät immer wieder neu zu betonen.“
„Thun Sie das nicht zu ſehr?“
„Majeſtät, die Etikette iſt der unſichtbare, aber nicht minder bedeutſame Kronſchatz: man ſchmilzt die kunſtreichen und hochgeſchichtlichen Schätze nicht ein zu neuen Münzen, ſie müſſen ſorgfältig bewahrt werden, von Jahrhundert zu Jahrhundert. Das Schloß iſt der höchſte Punkt im Lande, wo man immer von Allen geſehen wird und ſo leben muß, daß man geſehen werden kann.“
Der König hörte dieſer Auseinanderſetzung nur wenig zu, denn er dachte ſich hin zu Irma, die jetzt den Brief erhielt. Sie iſt aufgewacht, ſie ſteht allein oder ſitzt neben dem menſchenfeindlichen Alten auf dem Söller des Schloſſes im Gebirge, der Brief kommt
und ſie iſt umflattert wie von einer Schaar zwitſchernder
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