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die im Alltäglichen immer etwas Beſonderes hat, das ſich gar nicht bemeſſen ließ, dies Beſtreben, immer Alles innig und tief bis in den letzten Grund durch
zu denken, immer Aufmerkſamkeit für die beſondere
Empfindungsweiſe heiſcht, nichts von leichtem, necki⸗
ſchem, ſelbſtgefälligem, ſpielendem Weſen, dieſe Tempel⸗
ſtille des Naturells, dies ewige Thronen auf der Höhe
der Dinge— das war wohl ſchön und zu Zeiten auch
anmuthend, aber in ſolcher unausgeſetzten Beſtändigkeit
für den König langweilig; die Königin hatte keine
Schaumperlen, die ſich raſch ſchlürfen ließen und für
einen Moment belebten.
Der König aber liebte die Abwechslung, das heiter Spielende, das Scherzhafte, Räthſelvolle, Launiſche, über Hinderniſſe hinweg zu Erobernde.
Und was er an der Königin vermißte, das Alles fand er in der Erinnerung an Irma. Gewiß, er war ſich bewußt, ſeine Gattin treu zu lieben; er ehrte das freie, ſchöne Naturell Irmas, und warum ſollte man ſich nicht ihres Umganges erfreuen?
Sie kommt, ſie bleibt bei uns, ſie bringt neues, friſches Leben! dachte er, als er den Courier, der das Schreiben an Irma beförderte, die Landſtraße im raſchen Trabe dahinreiten ſah.
Am Mittag fuhr der König ganz allein mit der Königin ſpazieren; er ſelber lenkte die Pferde und ſaß neben ihr, nur zwei Reiter folgten hinterdrein.
Der König war überaus liebreich und die Königin glücklich. Der König war ſich innerlich einer leiſen Abirrung bewußt, und nun doppelt liebevoll. Er ſah
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