Walpurga redete, als müßte die Königin ſchon von dem Plan wiſſen, aber die Königin hörte nicht, was ſie ſagte; ſie war ganz verſunken in das Bewußtſein ihres neu aufgegangenen Familienglückes.
Tage vergingen und Walpurga erhielt nichts von dem Reiſegeld, das ihr die Königin geſchenkt hatte, und ſie wagte nicht, den Hofzahlmeiſter darum anzuſprechen. Sie wollte Baum ein Zeichen geben, daß ſie gut Freund mit ihm ſei, und erzählte ihm den Hergang.
„Es iſt beſſer,“ ſagte er mit kluger Miene,„Du nimmſt ein ſo kleines Geſchenk gar nicht. Sie meinen dann, ſie hätten Dich abgeſpeiſt. Geh' Du immer auf die Hauptſache los, auf die Meierei.“
Walpurga war herzlich dankbar gegen Baum. Es iſt doch gar gut, wenn man im Schloſſe ſolch einen Freund hat; der iſt mit dem König, als er noch Prinz war, in Italien und Frankreich geweſen, der weiß, wie man mit ſolchen Herrſchaften fahren muß.
Im Schloſſe ging es nicht mehr ſo ruhig her, wie in den letzten Wochen. Das war vom Morgen bis zum Abend ein Rennen und Fahren, und bis in die tiefe Nacht hinein wurde gelacht, geſungen, geſcherzt; an den Bäumen hingen bunte Lampen, und weit hinaus in der Ebene und im Gebirge ſchimmerte die Sommerburg wie ein Zauberſchloß.
Schon früh am Morgen fuhren die Küchenwagen bald da, bald dorthin; heute wird auf einer Anhöhe im Walde, morgen in einer Thalſchlucht oder bei einem Waſſerfall getafelt.
In den Räumen, die Walpurga mit Manſell


