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Sechzehntes Capitel.
dem Bade zurückgekehrt; er wurde feſtlich empfangen, aber er zog ſich bald mit ſeiner Gemahlin zurück und kam mit ihr in die Ge⸗ mächer des Kronprinzen. Die Gatten ſtanden an der Wiege des ſchlafenden Kindes, hielten ſich an der Hand, ſchauten einander an und wieder auf das Kind.
„Giebt es ein Höheres, als ſo mit Einem Blick das gemeinſame Leben zu ſchauen?“ hauchte die Köni⸗ gin leiſe.
Der König umarmte ſie.
Das Kind erwachte, ſeine Wangen glühten und ſein Auge war hell.
Walpurga weinte ſtill vor ſich hin. der König ging weg, die Königin blieb bei ihr.
„Du haſt geweint?“ fragte die Königin.
„Nur aus Freude, aus lauter Herzfreude. Kann's denn was Schöneres geben, als wie Sie da mit ein⸗ ander geſtanden?“
„Ich will Dir auch Deinen Mann kommen laſſen,“ erwiderte die Königin.„Schreib' ihm, er ſoll kom⸗ men, und Dein Kind und Deine Mutter können auch mitkommen.“
„Ja, Frau Königin, das wär' freilich ſchön; aber das koſtet viel Geld.“
Die Königin ſchaute betroffen auf, daß man ſich eine höchſte Freude verſagen muß, weil es Geld koſtet.
Sie ſagte:
Der König war aus
ſaß während deſſen in einer Ecke und Jetzt mußte ſie zu dem Kinde;


