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„Ja wohl!— Jetzt gieb mir aber auch nur einen einzigen Kuß dafür, weil ich ſo brav bin.“
„Ein närriſcher Kerl,“ lachte Walpurga.„Jetzt will er brav ſein und will gleich dafür was Schlechtes. Und wenn Du mir das ganze Schloß ſchenkſt, mit Allem, was drin, und noch ſieben Schlöſſer dazu, ich bin eine verheirathete Frau und gebe keinem andern Mann einen Kuß. Eine Hand geb' ich Dir, da, und jetzt gut' Nacht.“
Mit dem Gelöbniß, daß man gut Freund bleibe, trennte man ſich.
Walpurga traf Mamſell Kramer in ſchweren Sorgen, denn das Kind jammerte und ſchrie. Erſt der Geſang Walpurgas beruhigte es.
Unterdeſſen kehrte Baum wieder ins Schloß zurück. Er biß die Lippen zuſammen und dachte in ſich hinein: es iſt doch ein einfältiges, ſtockiges Ding, ſolch ein Bauernweib. Aber ſchön iſt ſie. Ich kann warten. Ich kenne den langen Weg. Sie wird ſchon kirre werden.
Viele Tage ging Walpurga an Baum vorüber, ohne aufzuſchauen; auch Baum hielt ſich zurück. End⸗ lich aber, als er ſie einmal wieder auf der Bank traf, ſagte er raſch im Vorübergehen:
„Juſt bös brauchſt Du mir nicht zu ſein. Ich wüßte nicht, daß ich Dich beleidigt hätte; wenn ich's aber doch gethan habe, ſo verzeih' mir's.“
Walpurga ſah wieder frei auf. Baum nickte und ging raſch von dannen.
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