Teil eines Werkes 
1. Bd. (1866)
Entstehung
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Nein, im Gegentheil, das iſt ganz was Gutes; das will ich mir merken, das wär' ein ſchönes Brod

und Butter dazu auch genug.

O, was haſt Du für einen Verſtand, ſo habe ich noch gar keine Frau geſehen und gehört. Du hätteſt verdient, daß Du ganz wo anders ſtündeſt. Aber das iſt jetzt einmal ſo, und wenn Du da bleibſt, da hab' ich doch die Freude, daß ich Dich oft ſehen und ein Wort mit Dir reden kann, denn, nicht wahr, gut Freund dürfen wir bleiben?

Ja wol, und mein Hanſei wird auch ein guter Freund zu Dir ſein; in dem iſt kein falſcher Bluts⸗ tropfen, und geſcheidt iſt er auch, er kann nur nicht ſo mit der Sprache heraus; und er hat mich gerad ſo lieb wie ich ihn, und er iſt ein herzguter Menſch und getreu, und ich laß nichts gegen ihn ſagen.

Das hab' ich auch nicht gethan, ſagte Baum, und Walpurga mußte ihm das zugeſtehen; aber ſie fühlte doch, daß jeder Liebesantrag gegen eine Frau eine Beleidigung und Herabſetzung des ihr angetrauten Mannes iſt, denn es kann ja nicht anders ſein, daß man ſtillſchweigend oder ausgeſprochen damit kundgiebt: der iſt nicht der Rechte, dem fehlt das und das, ich,

ich wär' eigentlich der Rechte, der Deiner werth iſt.

Baum ſeufzte ſchwer und ſagte:

O, wenn man nur das Leben doppelt machen

könnte! Ich mein, man hat ſchon an Einem genug. Freilich, wenn man's nicht verſpielt hat.. man

lebt doch nur Einmal!