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„Und aus unſeren Kindern brave Menſchen machen,“ ſchloß Walpurga.„Wiſſen Sie, was ich mir wünſche? Mein Lebenlang möchte ich Ihnen alles Schwere ab⸗ nehmen können. Wenn Sie einmal krank ſein müſſen, möchte ich für Sie krank ſein.“
„Ja, gut, jetzt aber laß uns ruhig ſein.“
Die Königin war voll Glückſeligkeit. Sie ſah auf den Grund eines einfachen Herzens aus dem Volke und ſah eine neue Welt aufleben in ihrem Kinde.
Fünfzehntes Capitel.
Baum wußte jeden Augenblick zu erlauſchen, um mit Walpurga zu ſprechen. Er war jetzt tief betrübt, ſeine Frau lag ſchwer krank, und Walpurga ſuchte ihn zu tröſten. Dafür zeigte ſich aber auch Baum bereit, ihr alle Klagen abzunehmen; denn von daheim hatte man ihr berichtet, daß die Zenza nichts von dem goldenen Herzen wiſſen wollte, das Gräfin Irma dem Kinde geſchickt.
„So? Alſo auch noch ein goldenes Herz hat Deine Gräfin zu verſchenken?“ ſpöttelte Baum.„Du kannſt froh ſein, daß Du ſo eine Freundin haſt.“
„Das bin ich auch. Ach, wenn ſie nur wieder da wäre, dann wäre das Paradies erſt recht. Ich küm⸗ mere mich gar nicht drum, daß die Zenza das goldene Herz verthan hat; es muß auch ſchlechte Menſchen geben, ſonſt wäre die Welt zu ſchön.“
„Und ich ſag' Dir: es iſt noch nur das halbe
Leben, wenn der König nicht da iſt. Paſſ' auf, wie's
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