Teil eines Werkes 
1. Bd. (1866)
Entstehung
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und Millionen Menſchen für ſie gebetet. So ein König und eine Königin die müſſen ganz ſchlechte Menſchen ſein, wenn ſie nicht brav ſind.

Die Alte war die Wehmutter, ſie durfte immer ſprechen, und Alles hörte ihr geduldig zu. Sie ge⸗ leitete den Mann und die Frau noch ein Stück Wegs und gab genau an, wo ſie in den nächſten Tagen zu jeder Stunde zu treffen ſei. Dann ging ſie abſeits bergan nach ihrem Hauſe. Auch die anderen Kirch⸗ gänger zerſtreuten ſich nach den einzelnen Gehöften, die Kinder gingen überall voran, die Eltern hinter⸗ drein; dort wanderte noch eine Gruppe Mädchen, ſie führten einander am kleinen Finger und hatten ſich gar viel zu erzählen; aber nun ſtoben ſie auch aus⸗ einander, jedes zu den Seinigen.

Das junge Paar war allein auf der Straße, die Mittagsſonne blinkte hell wieder im See.

Es war faſt noch eine Stunde Wegs bis zum Hauſe des jungen Paares, und kaum waren ſie einige hundert Schritte mit einander gegangen, als die Frau ſagte:

Hanſei, ich mein', ich hätt' die Annamirl nicht fortlaſſen ſollen.

Ich will ihr ſchnell nachrennen, ich kann ſie noch einholen! rief der Mann.

Um Gotteswillen nicht, hielt ihn die Frau an, dann bin ich ja ganz allein hier auf der Landſtraß Bleib da, es wird ſchon vorübergehen.

Wart' einen Augenblick, halte Dich an dem Baum! So!

Wie im Fluge rannte der Mann in die Wieſe

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