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Du nicht ins Gedränge.“ Die junge Frau nickte bei⸗ ſtimmend.
Eine Gruppe von Frauen und Mädchen ſchien auf die Letztere gewartet zu haben; eine ältere Frau ſagte:
„Walpurga, das hätteſt nicht thun ſollen: jetzt, wo Du nicht weißt, wann Deine Stunde kommt, den wei⸗ ten Weg zur Kirche gehen; man kann ſich auch im Guten verſündigen.“
„Das ſchadet mir nichts,“ entgegnete die junge Frau.
„Und ich habe heute für Dich gebetet,“ ſagte ein junges, trotzköpfiges Mädchen, das einen friſchen Blu⸗ menſtrauß an der Bruſt trug.„Wie der Pfarrer das Gebet für die Königin geſprochen hat, daß ihr Gott in der ſchweren Stunde beiſtehen möge, da hab' ich gedacht: was geht mich die Königin an? und für die beten auch ſchon Leut' genug im ganzen Königreich. Ich hab' an Dich gedacht dabei, und hab' Amen Wal⸗ purga! geſagt.“
„Staſi, Du haſt's gewiß gut gemeint,“ wehrte Walpurga mit treuherziger Stimme ab,„aber ich will kein Theil haben an dem. Das darf man nicht; man darf kein Gebet verdrehen.“
„Recht hat ſie,“ beſtätigte die Alte,„das wär' ja, wie wenn man einen falſchen Eid ſchwört.“
„So ſoll's meinetwegen nichts gelten!“ rief das trotzköpfige Mädchen.
„Es muß doch was Schönes ſein,“ fuhr die Alte fort und faltete die Hände,„eine Königin zu ſein. In dieſer Stunde wird in allen Kirchen von Millionen


