der Hof nach der Reſidenz, denn andern Tages ſollte mit großem militäriſchem Pomp der Grundſtein zum neuen Zeughaus gelegt werden.
Drittes Capitel.
Die Glocken tönten hell und widerhallten von den ſchroffen Bergen, die Schallwellen floſſen hin über den ruhigen Spiegel des weiten grünen Bergſees, drin ſich die bewaldeten Berge und Felſenſpitzen und der Himmel drüber klar nachbildeten.
Aus der einſam ſtehenden Kirche am obern Ende des Sees ſtrömten die Menſchen heraus; die Männer ſetzten die grünen mit Spielhahnfedern gezierten Hüte auf, holten die Tabakspfeifen aus der Taſche und ſchlugen Feuer; die Frauen putzten an ſich herum, rück⸗ ten an den ſpitzen grünen Hüten, glätteten die Schür⸗ zen, knüpften die weitflatternden Enden der ſeidenen Tücher von neuem. Noch hinter den alten Frauen, die die letzten in der Kirche ſind, kam ein ſchönes junges Paar, die Frau hoch gewachſen und umfang⸗ reich, der Mann ſchlank und knorrig wie eine Tanne. Man ſah ihm die rauhe Arbeit der Woche an; er ſetzte ſich den Spitzhut, an dem kein Jägerzeichen war, etwas ſchief auf den Kopf, zog die Joppe aus und legte ſie über die Schulter und ſchmunzelnd— das Schmunzeln in dieſem wetterharten Geſicht war gar
ſonderbar— ſagte er: „Siehſt Du, daß es ſo beſſer iſt? So kommſt
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