Teil eines Werkes 
1. Bd. (1866)
Entstehung
Einzelbild herunterladen

Das ſoll es nicht; es muß Sie erheben, Majeſtät!

In dieſem Augenblick wird der Hauch von Millionen 3 Lippen zu einer Wolke, die Sie trägt. Das iſt echte 3 Humanität, wenn der Geſchützte, Behütete und auf⸗

. recht Stehende ſich des Ungeſchützten, Unbehüteten und 4 Gefallenen erbarmt und nicht den Stein der Verwer⸗ g fung gegen ihn aufhebt. Es iſt ein Natur⸗Geheimniß, 5 . was von ſolcher Stimmung übergeht auf das Kind

unter dem Herzen. Dieſes Kind muß ein edler ſchöner 1 Menſch ſein, denn ſeine Mutter hat die Reinheit der

Menſchenliebe in das ungeborne Kind hineingedacht.

f Der König hatte die Hand ſeiner Frau gefaßt und fragte jetzt:

Du wußteſt alſo nichts von dem Geſetze? Es iſt nicht nur Hausgeſetz, daß die Prinzen und Prinzeſſinnen unſeres Hauſes in der Reſidenz geboren werden 6 weshalb wir morgen in die Stadt ziehen es iſt

auch Hofgeſetz, daß nur eine verheirathete Frau Amme In

eines Prinzen ſein darf. hu Mein Gott und da quäle ich mich ſo ſehr! hin Alber ich will künftig die Hofgeſetze achten, weil auch ſo Schönes darunter. S Majeſtät haben es neu geſchaffen aus Ihrer Seele d 3 heraus, ſchaltete der Leibarzt ein.Das erſt iſt das freie und heilige Geſetz, das wieder in uns lebendig h geworden iſt Ve

Sehr ſchön und wahr, ſagte der König die Cigarre de entfiel ihm, er griff an ſich herum und ſagte dann:Ent⸗ ſchi

ſchuldigen Sie, liebſter Gehe

imrath, wollten Sie nicht die Güte haben und Cigarren

für uns bringen laſſen?