Teil eines Werkes 
1. Bd. (1866)
Entstehung
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einmal: ſoll mir's nicht erlaubt ſein, mein Kind, das mir Gott in Geſundheit ſchenken möge, ſelbſt zu nähren?

Ein kaum merklicher Augenwink des Königs belehrte den Leibarzt, was er zu antworten habe.

Majeſtät, ſagte er.Ich hatte bereits die Ehre, es Ihnen als Aberglauben zu bezeichnen, daß man durch einfache Erfüllung der Mutterpflicht ſeine Schön⸗ heit bewahre. Sie, Majeſtät, läßt die echt ſchöne Regung dieſen Wunſch ausſprechen. Aber die Ge⸗ währung iſt unmöglich, um Ihretwillen und um des Kindes willen. Die Pflichten einer Fürſtin, die Noth⸗ wendigkeit der Haltung, der Sammlung, der Reprä⸗ ſentation, die vielerlei Gemüthsbewegungen, geſtatten es durchaus nicht. Die höhere Ausbildung erzeugt nothwendig eine Nervoſität, die ſich dann dem Kinde mittheilt und ihm ſein Lebenlang anhaftet.

Ich bitte, liebe Mathilde, half der König nach, quäle Dich nicht mehr mit dieſem Wunſche. Denke an das Wohl des Prinzen.

Sprich doch nicht immer von einem Prinzen! Ver⸗ ſprich mir, daß Du eben ſo glücklich ſein wirſt, wenn es eine Prinzeſſin

Das kann ich nicht eben mir nicht befehlen; aber glückli wenn Du und das Kind geſund, das verſpreche ich Dir!

Gut denn, ſo mag eine Amme kommen Ich bin ihr ſchon jetzt neidiſch, daß ſie mir ſo viele gute Blicke und Herzlichkeiten meines Kindes wegnimmt

aber es ſei, ich füge mich!

ſo glücklich? Das kann ich ch, von Herzen glücklich,