Teil eines Werkes 
2. Bd. (1846)
Entstehung
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einige Papiere aus dem Schreibpulte Eurer guten Mutter hervor, und fand darunter einen verſiegelten Brief, welcher an dieſelbe addreſſirt war. Ich erbrach ihn ſogleich, überflog die Zeilen, die eine förmliche Lie⸗ beserklärung enthielten und norin ſie noch überdem re wurde, dem Liebhaber ein abermaliges Schäferſtündchen zu gewäh⸗ ren. Meine Eiferſucht ſtieg hier in lich⸗ ter Flamme auf, und ohne mich weiter zu bedenken, ließ ich der braven Frau eine Summe Geld einhändigen, und ohne ſie noch einmal geſehen zu haben, ſtieß ich die Un⸗ glückliche auf immer von mir. Erſt nach langen Jahren, am Sterbelager meiner Mut⸗ ter wurde mir das Gewebe der Bosheit enthüllt, und mit ihm kamen namenloſe Qualen in mein Herz. Umſonſt bot ich

Alles auf, die tief Gekränkte, und meine

unſchuldigen Kinder zurückzurufen, aber alle meine Bemühungen, ihren Aufenthalt zu er⸗ forſchen, blieben fruchtlos. Nun weilt ihr

Geiſt in himmliſchen Gefilden, und mir bleibt

nichts übrig, als die Hoffnung, ſie dort verklärt zu ſehen und um Vergebung mei⸗ ner Schuld zu bitten. Aber an Euch, die

mir der Himmel wiederſchenkte, an den gu⸗

ten Kindern will ich wieder gut machen, was ich an der frommen Mutter verbrach! Er ſchwieg, und unter heißen Thränen