Teil eines Werkes 
2. Bd. (1846)
Entstehung
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war an dieſem Tage nicht zu Hauſe, und als ich am andern Morgen zurückkehrte, war das Unerhörte geſchehen, und der gute Na⸗ me meiner Schweſter auf immer gebrand⸗ markt. Die Unglückliche wurde zu einer That verdammt, die ihr nie in den Sinn gekommen war, und empfing auf öffentli⸗ chim Markte— pfui der Schande, daß ich es ausſprechen muß— den Staubbeſen. Ich raſte wie ein Unſinniger, als ich meine un⸗ lückliche Schweſter faſt halb todt auf ihrem fand, und ſie mir unter Thränen ihr gehabtes Unglück mittheilte. Ich wollte in der erſten Aufwallung des Gemüths ſogleich zu dem ſchurkiſchen Grafen eilen, um für meine unglückliche Schweſter Genugthuung zu fordern; doch da ſie mein Vorhaben merkte, bemühete ſie ſich, mich davon abzu⸗ halten. Ich blieb, nahm mir aber feſt vor, den Unheilſtifter bei einer paſſenden Gele⸗ geüheit zu züchtigen. Dieſe fand ſich bald, und ich war ſo unglücklich, dem Grafen im Zweikampfe eine Wunde beizubringen, an welcher er nach wenigen Minuten ſeinen Geiſt aufgab. Wohlwiſſend, daß die reichen Verwandten des Gefallenen mir, dem Mör⸗ der, den gebührenden Lohn zu geben nicht

anſtehen würden, raffte ich in der Eile meine beſten Sachen zuſammen, ſagte meiner gu⸗ Schweſter und meinen braven Pflegeel⸗ n ein ſchmerzliches Lebewohl und eilte,